Das land der schlósser
Šmartno
Kojsko
Das land der kleinen weissen kirchen
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Das land der künstler
Kožbanjski kot
 
Das land der schlósser

Schloss Dobrovo
Dobrovo hatte ein altes Schloss, das aber in den vergangenen Jahrhunderten verfiel. An seiner Stelle wurde ein neues Schlossgebäude im Renaissancestil gebaut, dessen äußere Erscheinung bis heute mehr oder weniger erhalten geblieben ist und als das schönste Schloss in der Region von Goriška gilt. Im Grundriss ist das Schloss Dobrovo fast ein Quadrat mit einem Turm in jeder der vier Ecken. Die Ummauerung wurde höchstwahrscheinlich während des zweiten Venezianerkrieges (1615 - 1617) errichtet, und als die Angriffsgefahr der Venezianer vorüber war in einen Bogengang umgestaltet. Eins der Türme aber wurde eine Kapelle, deren Schutzpatron der Hl. Anton von Padua ist. In der Kapelle kann man sich die Dauerausstellung der gotischen Fresken ansehen, die Originale und Kopien der Fresken aus dem Territorium von Primorska (dem Küstenlandgebiet) sind.

Die ersten Besitzer des Schlosses sollten angeblich die Grafen von Colloredo gewesen sein, bis Ende des 18. Jahrhunderts war es die Familie Catterini-Erzberg aus Görz und danach die Markgrafen Montecuccoli. Im Jahre 1872 aber ging der Besitz durch Heirat in die Hände der Familie Baguer über.

Im ersten Stock des Schlosses befindet sich der Rittersaal mit den Wappen der bedeutendsten Adelsfamilien, die das Schloss in Besitz hatten. Im Saal ist außerdem ein Wandgemälde (aus dem 17. Jahrhundert) erhalten geblieben, das einen Seeangriff auf eine Stadt darstellt. Heute finden im Saal zahlreiche Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Interessant ist auch das Jagdzimmer, in dem Clemente Del Neri die Besitze des Grafen Bagueri auf die Wände gemalt hat. Seine Kunstwerke können auch im Treppenhaus bewundert werden.

Die schon reiche kulturhistorische Vergangenheit wird außerdem durch die Galerie der Graphiken des Landmannes von Brda, des großen, weltberühmten Künstlers Zoran Mušič und durch einen Teil der Sammlung des letzten Besitzers des Schlosses, des Grafen Bagueri, bereichert. Von Zeit zu Zeit werden auch andere Ausstellung veranstaltet.

Im prunkvollen Schlosshof werden manchmal Kulturveranstaltungen organisiert. Im Erdgeschoss und dem Gewölbekeller aber kann man sich ein Festessen oder eine Probe der edlen Tropfen gönnen.


Schloss Vipolže
Das Dorf Vipolže ist nach zwei Schlössern bekannt, dem jüngeren im oberen Teil des Dorfes und dem alten Schloss aus dem 11. Jahrhundert, das sich im Osten des Dorfes befindet. Das Letztere war eine herrschaftliche Villa und einst ein Jagdschloss der Grafen von Görz. Die späteren Besitzer waren die Herbersteins, die Della Torre, die Attems und zuletzt die Teuffenbachs. Im 16. und im 17. Jahrhundert erlebte das Schloss die Kriege zwischen den Österreichern und den Venetianern, die das Schloss auch eroberten. Das beschädigte Gebäude wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in ein vornehmes Renaissanceschloss im Venezianerstil umgebaut, das als Sommerresidenz diente. Vor dem rechteckigen Schloss mit zwei Türmen gab es einst einen wunderschönen Park mit einem Barockbrunnen. Im Ersten Weltkrieg wurde das Schloss, das damals als Militärkrankenhaus diente, von einer Bombe beschädigt. Später, im Jahre 1948, wurde es von einem Brand betroffen. Die Architektur des Schlosses stellt eine der schönsten Villen dar, die in Slowenien in der Periode zwischen der Renaissance und dem Barock gebaut wurden. Leider ist das Schloss noch nicht restauriert worden, es zieren ihn nur die im Park des Schlosses wachsenden einige Jahrhunderte alten Zypressen und Eichenbäume und der nach dem Krieg errichtete Tanzboden, Symbol des alten Schlosses in Vipolže, wo noch heute Tanzveranstaltungen stattfinden.